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14.06.2014 / 23:28 | Ort | Bad Endorf | Wirtschaft | Energie
Fern-,bzw.Nahwärmeversorgung oder Erdgas.

Der Ort Bad Endorf braucht positive Impulse, Ideen, Gedanken einer dörflichen Gemeinsamkeit und den Spirit des Gemeinwohls, dass es für jeden ein sichtbarer Vorteil ist, hier zu leben und zu wohnen.
Der Ort Bad Endorf braucht positive Impulse, Ideen, Gedanken einer dörflichen Gemeinsamkeit und den Spirit des Gemeinwohls, dass es für jeden ein sichtbarer Vorteil ist, hier zu leben und zu wohnen. Auch die Energiewende kann nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen. Es muss die Aussage, die in allen Programmen der Parteien und Gruppierungen geschrieben steht „dass an einem Strang gezogen wird“, umgesetzt werden. Es muss für jeden Endorfer Bürger ersichtlich sein, dass man dies nicht als leere Worthülse ins Wahlprogramm geschrieben hat, sondern dies auch umsetzen will und dann auch dazu steht.
Es wird Erdgas als Form von Mischgas, gemischt mit Biogas weiterhin geben und als Ergänzungsenergie einen Nischenplatz einnehmen und die erneuerbaren Energien für die weitere CO2 Reduzierung und Flexibilität in der Infrastruktur der Energiewirtschaft ergänzen helfen. Was aber bei uns im Ort vorrangig sein muss, ist die Reduzierung der Einzelbrandstätten. Die zentrale Energieumwandlung der regenerativen Biomasseenergie ist nachweislich weniger umweltbelastend und im Vergleich mit Öl und Gas kostengünstiger. Herr Heiss, es ist in allen bis jetzt erstellten lufthygienischen Gutachten des Ortes zu lesen, die Verminderung der Einzelbrandstätten im Ort voranzutreiben. Wollen Sie ernsthaft den Badtitel von Endorf gefährden. Die Erhöhung der Gasbrennstellen führt unweigerlich zu einer erhöhten Konzentration von Stickoxiden.
Zusätzlich zu den örtlichen Verschmutzungen kommt noch die erhebliche Belastung durch den Transport der fossilen Brennstoffe. Zum Beispiel gelangt Methan durch Undichtigkeiten von Pipelines und Verdichterstationen in die Umwelt. Dieses Methan ist bis zu 300-mal schädlicher als die Verbrennung. Bei der Verbrennung des Erdgases fällt zwar weniger CO2 an als bei Heizöl, dafür ist der Stickoxidausstoß wesentlich höher. Gerade bei uns in Bad Endorf, als Kur- und Gesundheitsort , ist es ein muss die Energiewende einzuleiten und sich einer CO2-neutralen Energieform hinzuwenden, wie es die erneuerbaren und nachhaltigen Energien aus Biomasse sind.
Lieber Herr Heiss, auch Sie können sich doch bestimmt noch an den autofreien Sonntag erinnern und auch Ihnen dürfte die aktuelle politische Lage nicht unbekannt sein, gerade was die Versorgungssituation mit Erdgas betrifft. Wollen Sie uns wirklich von einer Abhängigkeit in die Nächste führen.
In Bad Endorf ist seit 2006 ein Energiekonzept vom Arbeitskreis Ökologie und Umwelt erarbeitet worden, das vom Gemeinderat zur Umsetzung angeregt bzw. beauftragt wurde. Aus Überzeugung für die Richtigkeit eines Energiekonzepts auf der Basis der erneuerbaren und nachhaltigen Energien für Bad Endorf, etablierte sich aus dem Arbeitskreis ein Zusammenschluss von Bad Endorfer Bürgern zu einer Gesellschaft der Bürger Energie Bad Endorf (BE BE,)deren Aufgabe es war, im Zuge des Energiekonzeptes eine Machbarkeitsstudie zur Energieversorgung durch erneuerbare Energien in der Form der Nahwärmeversorgung mittels Fernwärmerohrtrassen und eines Heizkraftwerkes den gesamten Ort mit Wärme zu versorgen. Es wurde erkennbar, dass bei einer gleichmäßig hohen Wärmeabnahme von angeschlossenen Wärmekunden, eine Erzeugung von Strom mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) den Stellenwert dieser Energieerzeugung gegenüber einer nur „Wärmeerzeugung“ eine größere Bedeutung zukommt. Aus dieser vorgelegten Machbarkeit entwickelte sich dann ein von Bürgern unterstütztes Unternehmen. Und es sind Bürger, die trotz des Risikos, die Gesellschaft „Bürger Energie Bad Endorf GmbH & CO KG“ (BE BE GmbH & CO KG) gegründet haben.
Bad Endorf hat die große Chance durch das Engagement seiner Bürger in der BE BE die lokale Energiewende auf wirtschaftlich solider Basis zu realisieren. Durch den Bau eines neuen Heizkraftwerkes und der dazugehörigen Rohrleitungstrasse entsteht ein Gewerbeunternehmen, das Arbeitsplätze am Ort schafft und die Wertschöpfung am Ort und in der Region hält; dies wäre ein positives Signal. Lieber Herr Heiss, haben Sie den Begriff lokale Wertschöpfungskette schon mal gehört? Um es Ihnen kurz zu erklären, das Geld bleibt bei uns im Ort und in der Region und kommt nicht zu Herrn Putin.
Oberste Priorität der Bad Endorfer Bürger, Gruppierungen und Parteien, der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats, des Gewerbes und der Gewerbebetriebe, und allem voran, als einer der größten Energieverbraucher, die GWC mit der Therme, ist, diesen Vorteil der Nahwärme zu nutzen. Unser Ort wird dadurch zum Aushängeschild. Es stärkt im bedeutenden Maße den Spirit, (das Gemeinwohl) der Bürger von Bad Endorf zu einem konstruktiven, behutsamen und mit gegenseitiger Achtung versehenem Miteinander.
Daher ist Ihre Darstellung vom 27.12.2013 „Erdgas oder Fernwärme“ in der MMP nicht der korrekten Berichterstattung geschuldet und bedarf daher dieser Gegendarstellung.
Auch die Statistiken aller Institute zeigen den Vorteil der erneuerbaren Energien gegenüber den fossilen Energien. So auch bei den Schadstoffen von Stickoxyden und CO2, welche bei all den Einzelfeuerungsanlagen im Ort deutlich höher sind als bei der Verbrennung von Hackschnitzel im zentralen Heizkraftwerk mit einer hochmodernen Rauchgasreinigungsanlage. Durch die Nahwärmversorgung besteht im Gegensatz zur Gasversorgung keinerlei Explosions- bzw. Erstickungsgefahr.
Energiekostenvergleich Heizöl-Erdgas gegenüber Nahwärmeversorgung pro Jahr.
Hinsichtlich der Heizöl -/Erdgaslösung hier ein Beispiel: Das Objekt ist an der Nahwärmeversorgung angeschlossen. Es hatte vorher einen Heizölverbrauch von ca. 4000 Liter im Jahr, dies wäre bei einem heutigen Heizölpreis von 0,87€/l inkl. MWSt. 3.400,-€, zuzgl. sind noch die Wartungs-, Instandhaltungs-, Kaminkehrer-, Brennerstrom-, und Emissionsmeßkosten plus Kosten zur Rücklagenbildung noch einzurechnen, somit entstehen hier reale Kosten von ca. 4.135,-€, hier müssen noch Kosten für Raum- und Heizölbevorratung berücksichtigt werden. Bei der Nahwärmeversorgung entstehen Vollkosten von 3.274,49.
Durch die Umstellung von Öl auf Nahwärme hat der Eigentümer eine jährliche Einsparung von ca. 860,00 €. Da der Gaspreis an den Ölpreis gebunden ist, verhält sich die Einsparung ähnlich.
Abschließend möchte ich Ihnen, sehr geehrter Herr Heiss, sagen, Ihre Behauptungen sind teilweise falsch und was mir überhaupt nicht gefällt, sind die persönlichen Angriffe auf die engagierten Endorfer Bürger und Geschäftsleute. Wir sollten doch stolz und glücklich sein, dass es Endorfer Bürger gibt, die keine Kosten und Mühen scheuen und sich hier engagieren. Es wäre doch wesentlich besser, das konstruktive Gespräch zu suchen. Als Mitglied der BE BE lade ich Sie gerne zu einem Informationsaustausch ein.

Fritz Meindl

von: Fritz Meindl

www.aladina.de
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