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27.12.2013 / 10:07 | Ort | Bad Endorf | Wirtschaft
Erdgas oder Fernwärme?

Im Wahlkampf, wenigstens aus den Veröffentlichungen zu schließen, scheint diese Frage nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Dabei wäre dieses Thema für die meisten Endorfer bedeutungsvoller als der schier endlose Streit um Klinik und Jodbad, weil es direkt den eigenen Geldbeutel betrifft..
Fest steht, dass in beiden Fragen schon seit Kindermanns Zeiten die Gemeindeführung wichtige Entscheidungen vermissen lässt. Da sind mangels dieser Führung sogar zunehmend "Macher" am Werk wie sich Herr Rosinger tituliert, von dem man in Endorf eigentlich nicht recht weiß, was er eigentlich macht, außer dass er Bürgermeister werden will.

In Bad Endorf haben wir Anschluss an das Ferngasnetz und tatsächlich im Gewerbegebiet schon seit etwa 15 Jahren diese angenehme Energieversorgung. Die "Macher", Herr Rosinger, Herr Kirr und dazu noch ein paar branchenfremde Herren wollen es jedoch wagen, ein Fernwärmeheizwerk und –Netz zu errichten, das einmal grob geschätzt, wenn es für die Allgemeinheit Sinn machen soll, in einer Größenordnung von weit über 3 Mio Euro, schon für den Anfang, liegen dürfte. Ich halte die Genannten bestimmt aller Ehren wert, ebenso ihre Absichten, habe aber erhebliche Zweifel ob sie das auf gut Deutsch im Kreuz oder etwa in ihrer eigenen Brieftasche haben. Wenn das Projekt von allgemeinem Interesse sein soll, dann müsste man bei der Größe von Bad Endorf etwa 500 bis 1000 anzuschließende Wohneinheiten ansetzen und auch das Heizwerk von Beginn an adäquat errichten. Dass die Gemeinde bei der aktuellen Kassenlage mit einer Bürgschaft in Millionenhöhe das Vorhaben unterstützen kann, ist zu bezweifeln. Wie das Geld dafür „ohne“ aufzutreiben wäre ist mir als alten Kaufmann nicht klar. Von ein paar Anschlusswilligen kaum. Der Start einer solchen Anlage wäre zudem mit Sicherheit mit mehrjährigen Anfangsverlusten belastet, die eine Betriebsgesellschaft ohne Kapitalhintergrund schnell in die Insolvenz treiben würde. Um diese zu vermeiden, müsste man dann womöglich von den Wärmeabnehmern Nachzahlungen über Nachzahlungen einheben, die ja dem Wärmelieferanten hilflos ausgeliefert wären.

Die Versorgungslage bei Hackschnitzel ist m.E. nur scheinbar sicher, wenn man sagt, unsere Wälder geben das leicht her. Es hat immer wieder Zeiten gegeben, in denen der Holzpreis so niedrig war, dass die Gewinnungskosten kaum gedeckt waren. In diesen Zeiten wird der Holzeinschlag heruntergefahren. Da die Hackschnitzel ein Abfallprodukt davon sind, könnte die Versorgung schwierig werden und Knappheit treibt auch immer den Preis.

Dagegen wäre ein Erdgasnetz in Bad Endorf erstens schon lange vorhanden, wenn das nicht von der Gemeindeführung verschlafen worden wäre, zweitens würde dieses Netz vom Versorger errichtet und damit die Kosten vorgestreckt und drittens ist die Maßnahme des Gasnetzbaus entscheidend günstiger als der Bau eines Heizwerks und der vollisolierten Wärmeleitung. Erdgas würde gegenüber den Ölheizungen den CO² und Stickoxyd-Ausstoß drastisch vermindern. Die Heizung mit Erdgas erfordert gegenüber Ölheizung keine Lagerhaltung, dadurch eine Gefahrenquelle weniger. In das Gasnetz kann technisch ohne weiteres auch Biogas eingespeist werden, das von landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend erzeugt wird.

Die Heizung mit Gas ist nach unseren Erfahrungswerten im Gewerbegebiet eindeutig wirtschaftlicher und billiger als Öl. Eine Umrüstung rentiert sich auch noch, wenn die Ölheizung in den letzten 10 Jahren schon modernisiert wurde. Eine Hackschnitzelfernheizung, wenn sie je zum Laufen käme, dürfte diese Zone nie erreichen.

Was des Weiteren an Bedeutung gewinnt, ist die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), eine Heizung durch die Motorenabwärme eines Gasgenerators. Wie beispielsweise in Dänemark in erheblichem Umfang praktiziert, wird in der sonnenärmeren Heizzeit elektrischer Strom erzeugt, der den fehlenden Strom durch Photovoltaik zumindest teilweise ersetzt. Die KWK-Einspeisung wird staatlich subventioniert.

Dies sollte ein Diskussionsanstoß sein und auch eine Erinnerung an die künftige Gemeindeführung, dass wir Erdgas in Bad Endorf haben, dessen Nutzung mehr als erwägenswert ist.


Fritz Heiss


von: Fritz Heiß

www.aladina.de
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