"Moorbad" - Stand der Dinge
Pressemitteilung von Bürgermeisterin Doris Laban

Moorbad – Stand der Dinge!

Seit vielen Jahren sorgt das Thema Moorbad immer wieder für kontroverse Diskussionen. Um die Emotionen aus dieser Diskussion zu nehmen, möchte ich hier folgende Fakten darlegen.

    Besucherzahlen: 2008-2014, durchschnittlich 3.500 Besucher
    Für den Betrieb des Moorbads wendete die Gemeinde pro Besucher ca. 9,50 Euro auf. Für den Zeitraum von 2008 bis 2014 betrugen die Kosten für das Moorbad insgesamt ca. 240.000 Euro.
    In diesem Jahr konnten lediglich 1.290 Besucher verzeichnet werden.



Nicht gerade einladend - Das Moorbad Bad Endorf


Im November 2011 wurde eine Machbarkeitsstudie zur Umwandlung des Moorbads in ein Naturbad erstellt. Die damals geschätzten Baukosten betrugen ca. 560.000 Euro. Die Studie ging allerdings von 15.000 Besuchern p/a aus. In diesem Betrag sind wichtige notwendige Maßnahmen nicht enthalten. (Sanierung und der laufende Unterhalt von Gebäuden und Kabinenbauten, eventuell nötiger Grunderwerb, Errichtung von Ver- und Entsorgungsleitungen zum Baugelände sowie der zusätzlich notwendige Parkraum beim Freibad).Das jährliche Defizit des geplanten Bades sollte noch immer ca. 45.000 Euro betragen. Bedenkt man die inzwischen vergangene Zeit und die nicht berücksichtigten zusätzlichen Kosten, so wäre zum heutigen Zeitpunkt mit Gesamtkosten nahe 1 Mio Euro zu rechnen.

Auf Antrag der Marktgemeinde hatte man seinerzeit eine Zuschusszusage über 150.000 Euro erhalten. Auflage war gewesen, dass die Baumaßnahme am 30.6.2015 nicht nur abgeschlossen, sondern auch abgerechnet hätte sein müssen. Der Gemeinderat war deshalb gezwungen, die bereits zugesagten Fördergelder fairerweise freizugeben. Dies war die bisher einzige endgültige Entscheidung des Gemeinderats zum Thema Moorbad.

Es liegt jetzt in der unserer Verantwortung ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln. Dabei müssen alle genannten Fakten berücksichtigt werden. Die Weiterführung des Moorbads muss dabei, genauso wie alle anderen Möglichkeiten, auf den Prüfstand.

Im Gemeinderat wurden bereits verschiedene Lösungsansätze angesprochen und werden abgewogen. Unter anderem könnte nach einem möglichen Alternativstandort für ein Naturbad gesucht werden. Die intensivere Nutzung der Badestrände an diversen Seen könnte z.B. durch die Umwandlung des Endorfer Ortsbusses in eine Art „Badebus“ erreicht werden. Auch die Nutzung eines Teilbereichs der Chiemgauthermen wird erwogen. Gespräche dazu laufen bereits.

Ich bin zuversichtlich, dass Verwaltung und Gemeinderat eine konstruktive, bürgernahe Lösung finden, die allen Interessensgruppen Rechnung trägt.

Ich bitte um ihr Vertrauen.
Herzlichst Ihre
Doris Laban


Theo B Busch
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