Pressemitteilung zum Thema "Entflechtung GWC AG/Gemeinde
Bürgermeisterin Doris Laban zur Gemeinderatssitzung vom 27. Oktober 2015

Bad Endorfer Marktgemeinderat schafft Grundlagen für eine weiterhin positive Entwicklung der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC)


    Bad Endorf: Mit großer Mehrheit hat der Bad Endorfer Gemeinderat am 27.10. 2015 beschlossen konkrete Schritte in Richtung Entflechtung von der Gesundheitswelt Chiemgau AG (GWC AG) einzuleiten. Der Beschluss basiert auf intensiver Vorbereitung durch die Verwaltung und der LKZ Prien GmbH unter Leitung von Bürgermeisterin Doris Laban und Karl Fischer. In mühsamer Kleinarbeit wurden Unterlagen über Besitz- und Vertragsverhältnisse aufgespürt sortiert, analysiert und mit juristischer und kaufmännischer Unterstützung bewertet, die alle Beteiligten erstmals in die Lage versetzen in konkrete Handlungen einzutreten.

    Verhandelt wurde über ein Angebot der GWC AG, die Immobilien der Marktgemeinde (Therme, Simssee Klinik, Ströbinger Hof)zu übernehmen. Die Rolle Bad Endorfs als Aktionär (76 % des Aktienkapitals) bleibt davon unberührt. Damit wird sich die jahrzehntelange Konfliktsituation des Marktes, in der ständig zwischen Interessen als Verpächter und als Anteilseigner abgewogen werden musste, endlich entschärfen. Durch die Transaktion kann sich die GWC AG zu einem modernen Konzern weiterentwickeln, der seine Geschäfte in eigenen Immobilien betreibt und dadurch in die Lage versetzt wird, aus eigener Kraft Investitionen zu tätigen, die eine langfristige, positive Geschäftsentwicklung ermöglichen.

    Der jetzt vorliegende Beschluss ist eine Richtungsentscheidung, die durchwegs mit dem Gefühl „so weit waren wir noch nie“ getroffen wurde und die eine wichtige Rolle für die zukünftige Entwicklung Bad Endorfs spielen wird. Nun gilt es auf Basis der umfangreichen Analysen und dem vorgestellten Gesamtkonzept auf dem Verhandlungswege einen Interessenausgleich zwischen Marktgemeinde und GWC AG herzustellen. Nach Abschluss der Verhandlungen mit der GWC AG wird der Marktgemeinderat entscheiden, ob seine Verhandlungsziele erreicht und damit die Entflechtung umgesetzt werden kann.


Soweit die Pressemitteilung der Gemeinde. Auch die Fraktionen äußerten sich zu diesem Beschluss gegenüber der MMP.

Dr. Horst Zeitler (ABE):
Wir führen die GWC AG in die Selbständigkeit und schaffen so die Voraussetzungen für die eigene Zukunftsgestaltung. Über die Rolle als Aktionär hinaus, ist es natürlich unser großes Interesse, dass das Unternehmen an seinem wichtigsten Standort Bad Endorf floriert und hochwertige Arbeitsplätze langfristig erhalten bleiben. Nach der Reorganisation der Verwaltung ist dies ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit. Nur dem unermüdlichen Einsatz unserer Bürgermeisterin Doris Laban haben wir es zu verdanken, dass wir jetzt "so weit wie noch nie" gekommen sind.

Alois Reif (ÜWG):
Für uns ist dieser Beschluss die richtige Vorgehensweise. Die professionelle Bearbeitung der Entscheidungsgtundlagen hat uns in die Lage versetzt jetzt in die richtige Richtung zu gehen.

Alois Kurfer (EFL):
Mit großer Mehrheit haben wir den einzig gangbaren Weg für Gemeinde und GWC AG beschritten. So bieten sich neue Chancen, die unseren Ort und die GWC AG zukunftsfähig machen. Alle anderen Szenarien würden in die Ungewissheit führen.

Weitere Statements der Fraktionen werden nach Eingang veröffentlicht.

Natürlich wurde auch Bürgermeisterin Laban um einen Kommentar gebeten, der etwas über die offizielle Pressemitteilung hinausgeht.

Doris Laban:
Ich freue mich sehr, dass dieser Richtungsbeschluss nahezu einstimmig gefasst wurde. Das ist der Lohn für sehr sehr viel Arbeit, seit ich dieses Amt in Bad Endorf übernommen habe. Was die jetzt folgenden Verhandlungen ergeben werden, bleibt abzuwarten, aber die Weichen sind in eine positive Richtung gestellt. Mein Dank gilt ganz besonders den sehr engagierten Mitarbeitern der Verwaltung und unseren Beratern. Wir haben stetig gemeinsam an einem Strang gezogen und diesen Etappensieg ermöglicht. Mit dem jetzigen Momentum können wir diesen Weg weitergehen.

Gespräch der MMP mit den Vorständen der GWC AG

Im Gespräch mit der Mitmachpresse strahlten Bammer und Hämel spürbar Optimismus aus. Zum ersten Mal sei deutlich die Bereitschaft zu erkennen, dass die beteiligten Parteien ein gemeinsames Ziel anstretben. Neu sei die vorhandene Vertrauensbasis, die durch die jetzt handelnden Personen gewährleistet werde, so die Vorstände übereinstimmend. So könnten jetzt professionelle Verhandlungen geführt werden, die die Interessen beider Partner berücksichtigen.

Für die seit Jahren wichtigste Entscheidung, die jetzt getroffen werden könne, sei die veränderte, positive Stimmungslage eine gute Voraussetzung, so Bammer weiter. Man sei zuversichtlich, dass bis Dezember erste greifbare Ergebnissen vorliegen.

Die Mitmachpresse wird weiter zeitnah berichten.

Theo B Busch
KOMMENTARE
  





 

Impressum
Unsere AGB
Datenschutzerklärung




Powered by
www.opindo.de