Pressemitteilung GWC AG
Gemischte Gefühle in der Gesundheitswelt Chiemgau

Bad Endorf - Die Thermen bleiben das Sorgenkind ihrer Muttergesellschaft Gesundheitswelt Chiemgau AG (GWC AG).

Im operativen Geschäft blickt die Gesundheitswelt Chiemgau AG auf ein erfreuliches Jahr zurück. Wesentlich dazu beigetragen haben die Simssee Klinik, die Klinik St. Irmingard und das Thermenhotel Ströbinger Hof mit jeweils überdurchschnittlicher Auslastung. Das ungeprüfte vorläufige operative Konzernergebnis ist im Berichtsjahr 2011 wiederum mit ca. EUR 2,4 Millionen deutlich positiv ausgefallen. Auch 2011 erwirtschafteten die Chiemgau Thermen trotz eines attraktiveren Angebotes einen vorläufigen operativen Verlust in Höhe von ca. EUR 0,7 Millionen.

Im Zuge der veränderten Unternehmenspolitik, die auf Transparenz, Vorausschau und aktive Kommunikation setzt, berücksichtigt der Vorstand mit der neuen Doppelspitze Dietolf Hämel und Roland Zeh die erwarteten Verluste der Therme in den kommenden Jahre bereits in der Bilanz für 2011. Dafür werden ca. EUR 13,3 Millionen in den Abschlüssen der GWC AG und des Konzerns zurückgestellt. Der vorläufige Jahresverlust der GWC AG wird hierdurch mit EUR 12,7 Millionen sowie für den Konzern in Höhe von EUR 11,8 Millionen erwartet. Die genaue Höhe des Verlustes wird derzeit vom Wirtschaftprüfer geprüft.

Wesentliche Bestandteile dieser Rückstellungen sind neben den erwarteten operativen Verlusten, die bekannten brandschutztechnischen Verbesserungen sowie Investitionen in die Bohrungen und in weitere technisch notwendige Optimierungen. Diese finanziellen Herausforderungen werden verstärkt durch den Wettbewerbsnachteil der Chiemgau Thermen gegenüber den Thermen im Wettbewerb, deren anlagenbedingten Aufwendungen wie Investitionen und Instandhaltungen in der Regel durch jährliche Bezuschussung durch staatliche Gelder gegenfinanziert werden. In diesem Kontext finden derzeit Gespräche unter anderem mit dem Gebäudeeigentümer und diversen staatlichen Behörden statt.

Bei den genannten Positionen handelt es sich um Altlasten, deren Höhe bisher nicht klar sichtbar war beziehungsweise aus bereits lang laufenden Verträgen resultiert.

Diese buchhalterische Verlustsituation hat nichts mit der gegenwärtigen Liquidität des Unternehmens und des Konzerns zu tun, sondern weist zukünftig zu erwartende Verluste aus. Die GWC AG und der GWC-Konzern verfügen aus heutiger Sicht über ausreichend liquide Mittel, um die Fortführung des Unternehmens bis Ende 2013 sicher zustellen. Die Liquiditätsposition der GWC-Gruppe zum Stichtag 31.03.2012 belief sich auf EUR 3,3 Millionen. Hiervon entfallen EUR 2,7 Millionen auf gemeinnützige Konzerngesellschaften.

Die Hauptversammlung wird für den 10. August 2012 einberufen werden.

Theo B Busch
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